Die Consolata Kolpingfamily in Niery

Seit 1996 haben wir eine Partnerschaft mit der Consolata Kolpingfamily in Othaya/Niery / Kenia.

Othaya ist Teil des Niery-Country, dessen Hauptstadt Niery ist. Niery liegt im zentralen Hochland Kenias, ca. 150 km nördlich der Hauptstadt Nairobi zwischen dem östlichen Ausläufer der Aberdare Bergkette und den westlichen Hängen von Mount Kenya.

Lage der Stadt Niery in Kenia. (www.dallagotours.com)

Niery ist eine der ältesten Städte Kenias, die während der britischen Kolonialzeit gegründet wurden. Bekannt ist sie auch als Gründungsort der Pfadfinderbewegung unter Lord Baden Powell.

Das Kuhstall-Projekt

Zu Beginn unserer Partnerschaft mit der Kolpingsfamilie in Consolate haben wir uns vorgenommen, für 20 Mitglieder der dortigen Kolpingsfamilie Kuhställe zu bauen. Preis pro Kuhstall betrug damals Ca. 1000 DM. Die Kühe geben Milch und bekommen Kälber. So können die Besitzer mit der Zeit Gewinn machen.

Die Kolpingsfamilie finanziert das Projekt auf Genossenschaftsbasis, d. h. der Überschuss aus dem Erlös fließt in die Gemeinschaftskasse zurück für den nächsten Kuhstall. So haben wir im Jahr 2000 mit 6000 DM bereits 9 Kuhställe finanzieren können.

Die Projektidee im Wandel der Zeit

Inzwischen hat sich die Projektidee verändert. Statt Kühe halten die Mitglieder Ziegen, Schweine oder Hühner, weil diese leichter zu pflegen sind.

Pflanzsäcke und Brunnen

Die neuesten Projektideen sind Pflanzsäcke und Brunnen für die Kolpingsfamilien in Kenia.

Kolping verteilt in Kenia Pflanzsäcke, in denen Gemüse angebaut wird. Das Gemüse wächst einfach durch die Löcher in den mit Erde gefüllten Säcken – und mit einer ausreichenden Bewässerung gibt es noch bessere Ergebnisse.

Bislang konnten schon 14 Familien aus den Kolpingsfamilien in Kenia von dem Projekt der Zisternen profitieren. Auch durch die Spenden aus dem Diözesanverband Würzburg konnten hier Wassertanks verteilt werden.

https://www.kolping.net/news/kenia-zisternen/

Immer mehrere Familien profitieren von dem kostbaren Nass: Die Zisternen haben jeweils ein Fassungsvermögen von 10.000 Litern. Die Wassertanks stehen direkt neben der Regenrinne des Hauses, so dass auch die langen Wege zur Wasserstelle entfallen. Es muss nur noch in Eigenarbeit ein Betonsockel errichtet werden, auf dem der Plastiktank stehen kann sowie ein Dach, um das Material vor der Sonnenstrahlung zu schützen.

Vergabe von Kleinkrediten

Eine sehr gute Idee ist auch die Vergabe von Kleinkrediten durch die Mitglieder der Kolpingsfamilie vor Ort. Jeden letzten Sonntag im Monat ist Treffen mit Gottesdienst und Rechenschaft über die Geldgeschäfte.

Den Kontakt halten wir über Email.

Gegenseitige Besuche

Es gab auch schon gegenseitige Besuche. Zum Diözesanjubiläum 2003 waren Freunde aus Kenia in Würzburg, eingeladen vom Keniaarbeitskreis der Diözese Würzburg. Zu uns kam Elisabeth.

2005 zum Jugendtag in Köln kamen Moses und Tom zu uns nach Heidingsfeld.

2008 zum bayerischen Kolpingtag besuchte uns Moses. Selbstverständlich zeigten wir unseren Besuchern auch unser Städtle mit seinen Einrichtungen wie die Feuerwehr.

2009 startete Hildegard Bauer zum Gegenbesuch nach Kenia. Sie machte mit Mitgliedern des Keniaarbeitskreises unserer Diözese eine Rundreise durch das Land und besuchte einige Kolpingsfamilien, darunter natürlich auch unsere in Othaya.

Im August 2019 war eine Delegation aus der Diözese Würzburg auf einer Rundreise durch Kenia unterwegs. Dabei hat die Gruppe auch unsere Partnerkolpingfamilie in Consolata besucht. Diese Fotos sind dabei entstanden. Sie zeigen die Übergabe unseres Geldgeschenks an die Vorstandschaft. Sie, haben sie sich darüber sehr gefreut.

Als Gegengeschenk bekamen wir Päckchen Schwarzen Tee mitgebracht, für die wir uns per Email recht herzlich bedankt haben.